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St Veitskapelle in Istein

Unmittelbar in eine Felsnische gebaut ist an der jäh aufsteigenden Wand die schon von weitem erkennbare St. Veitskapelle zu sehen. Zu sehen sind aber nur noch die Überreste des kleinen Kirchleins, das bereits im Mittelalter bestand. Sie soll ursprünglich eine von zwei Kapellen der Klotzveste gewesen sein. Nach der Zerstörung der Burg wurde sie 1650 wieder aufgebaut; seit der Sprengung der Befestigungsanlagen 1947 lag sie in Trümmern. Aufgrund einer Bürgerinitiative in den 80er Jahren wurde sie zu grossen Teilen wieder aufgebaut.

         

       
       

Patron dieser Kapelle ist der heilige Veit, der nach der Legende zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian lebte und dessen Sohn von der Epilepsie heilte. Da er sich weigerte, den heidnischen Göttern zu opfern und seinen christlichen Glauben zu verleugnen, wurde er in einen Topf mit siedendem Öl geworfen. Viele mittelalterliche Darstellungen zeigen den Märtyrer, der als Nothelfer gegen die nach ihm Veitstanz genannte Epilepsie angerufen wurde, betend in einem Kessel sitzen. Auch in der Veitskapelle ist eine solche Vitusplastik aufgestellt. Das Attribut des Heiligen, der volkstümlich “Hafen” genannte Topf, führte dazu, dass Veit zum Helfer Bettnässender Kinder avancierte und diesen speziellen Nöten um Beistand gebeten wurde.

     

Wenige Meter weiter westlich und direkt unterhalb der St. Veitskapelle ist die Felswand ausgewaschen.  An dieser Stelle floss der Rhein vor seiner Begradigung unter Oberst Tulla (bei Istein 1850 bis 1876) vorbei und grub sich in den Kalksteinblock ein.  Auf der Wiese unter der Kapelle,  dem Totengrien, schwemmte der Fluss oft Ertrunkene an,  die auf dem kleinen Gottesacker begraben wurden.  Die idyllische Lage des Fischerdorfes, der Felsen und die Kapelle unmittelbar am Rhein regte die Fantasie der Menschen zu allerlei Sagen an.

 
 

Eine Geschichte handelt von einem Ritter Veit von Istein,  der auf der mittelalterlichen Burg lebte und mit dem Fräulein Jutta von Sponeck verlobt war. Vor seiner Hochzeit nahm er an einem Turnier auf Schloss Angerstein an der Birs teil, wo er sich in die Tochter seines Gastgebers verliebte Als Veit nicht zurückkam und Gerüchte von einer neuen Liebschaft bis nach Sponeck drangen,  wanderte Jutta als Pilgerin verkleidet nach Angerstein, um ihren Verlobten zu suchen.  Sie fand ihn mit seiner neuen Geliebten auf der Birsbrücke.  Dort stieß sie sich einen Dolch ins Herz und stürzte in die Birs,  deren Wasser sie in den Rhein trugen.

     

Veit hatte seine frühere Verlobte im Pilgergewand erkannt und wollte entsetzt nach Hause in seine Burg fliehen. Als er bei Hüningen mit der Fähre über den Rhein setzte, tauchte Juttas Leiche aus dem Fluss auf. Später begegnete sie ihm wieder am Fuß des Isteiner Klotzen, wo sie an Land gespült wurde. Da umarmte der Ritter die Leiche seiner verlassenen Braut und warf sich mit ihr ins Wasser. Fischer fanden die beiden und begruben sie gemeinsam.

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